| counter strike dvd installation, 6 monitors/players/arms, 2001 |
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| Die Videoinstallation „Counter Strike“
zeigt aus der Perspektive des Bildschirms sechs Gesichter von Jugendlichen,
die von dem Computerkampfspiel absorbiert sind. Dieser Grund ihres fast
unbeweglichen Mienenspiels – zwischen gebannter Konzentration und
apathischer Abwesenheit im Cyberspace – eröffnet sich nicht auf
den ersten Blick und zieht den Betrachter langsam in die gemeinsame Erfahrung
der ins Bild genommenen Akteure. Katrin Korfman ist eine Künstlerin des vergebenen Blicks, des Sehens und des Versehens. Sie setzt Blicke und entzieht ihnen, was zu sehen sie sich wünschen. Menschen stehen in musealen Räumen vor monochromen Wänden, vertieft in eine Kontemplation ohne Objekt. Von Monitoren schauen junge Menschen auf uns hinab, aber ihr Blick gilt nicht uns, sondern anderen, ihnen in unserem Blick jetzt entzogenen Monitoren. Die Welt von Katrin Korfman ist eine Welt des Versehens, also der verschobenen und verrückten Bezüge. Mit großformatigen Photographien und Video-Installationen, mit räumlichen Eingriffen und szenographischen Positionen setzt sie die Dinge ins Abseits der ihnen geschuldeten Erkennungen. Hubertus von Amelunxen, 2004 (Mitglied der Akademie der Künste, Abteilung Bildende Kunst) Installation view, Akademie der Künste, Berlin www.adk.de |
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